Will man nun als Marienkäfer oder doch lieber als Schwan sein Leben verbringen? Hat wohl beides seine Vor- und Nachteile und wann man was lieber will ändert sich im Laufe der Zeit sicher einige Male oder auch nicht. Gibt genug Menschen, die erst ruhen bis "der Richtige" gefunden ist. Auf achtel, viertel oder halbe Sachen wird sich nicht eingelassen. Warten auf den passenden Schwan und an dem wird sich festgehalten, so lange es eben geht. Der Traum vom Glück zu zweit. Andere wiederum erfreuen sich ihres Marienkäferdaseins. Einfach und unkompliziert. Keine Erwartung. Keine Enttäuschung. Kurzfristige Höhenflüge in (un-)regelmäßigen Abständen. Von Schwänen kann man dafür kein Verständnis erwarten. Umgekehrt wissen die Marienkäfer aber um die Vorteile des Schwanenliebeslebens und wahrscheinlich ist es nur ihre Rationalität, die sie davon abhält ein solches zu führen. Die Utopie von der Ewigkeit. Nichts ist von Dauer. Traurig aber wahr und trotzdem ist die Lage nicht so aussichtslos wie sie scheint. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir alle Marienkäfer wären? Gefühlskrüppel ahoi! Nee nee, nix da! Schließlich ist da ja noch die Hoffnung und die trägt jeder irgendwo in sich. Die Millionen von Jahren Evolution müssen ja für irgendwas gut gewesen sein. Sind ja schließlich alle auf die Suche nach dem Richtigen programmiert...
Huch und er ist doch noch nicht weggeflogen, sondern immernoch in der Lampe. Vielleicht lässt sich der Weg besser finden, wenn ich sie ausschalte und er sich am Licht das draußen scheint orientieren kann. Ich werde beim Einschlafen darüber nachdenken, wer eher meinem Naturell entspricht: der Marienkäfer oder der Schwan?
2 Kommentare:
Hey:) Bin durch zufall auf deinen block gestoßen. Sehr schön:)
Eine sehr sehr schöne Analogie =)
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